„Am meisten begeistert mich das wachsende Mathe.Forscher-Netzwerk“ sagt Ralf Schmitt, Mathematiklehrer in Speyer. Den Grund für seine Begeisterung erklärt er in „Fünf Fragen an…“

Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit im Programm Mathe.Forscher?

Am meisten begeistert mich am Mathe-Forscher-Programm das immer größer werdende Netzwerk an Schulen, Kollegen und Schülern, die gemeinsam Wege zum forschenden Lernen suchen. Es ist immer ein tolles Erlebnis, sich in regelmäßigen Abständen mit denselben Kollegen aus verschiedenen Schulen auszutauschen. Besonders spannend wird es dann, die entwickelten Projekte gemeinsam mit den Schülern durchzuführen, ohne vorher zu wissen, wie sie ausgehen und akzeptiert werden.

Was war ihr größtes Aha-Erlebnis?

Im Jahr 2012 waren wir drei Kollegen, die sich im Namen unserer Schule für das Mathe.Forscher-Programm beworben haben. Zunächst fiel es uns nicht einfach, Projektideen zu entwickeln und durchzuführen. Im Laufe der ersten beiden Jahre kamen aber dennoch zahlreiche Ideen zusammen. Zudem schlossen sich immer mehr Kollegen dem Mathe.Forscher-Kreis an. Das größte Aha-Erlebnis kam schließlich zum Abschluss der ersten Projektphase beim Netzwerktreffen in Eisenach, bei dem unsere Mathe.Forscher-Entwicklung von mehreren Seiten sehr gelobt worden ist und dies unsere Arbeit in eindrucksvoller Weise gewürdigt hat.

Welcher Baustein von Mathe.Forscher hat Ihnen besonders in Ihrer Arbeit weitergeholfen?

Die regelmäßigen Arbeits- und Netzwerktreffen sind sehr intensiv, entlasten aber den Schulalltag insbesondere durch den kollegialen Austausch neuer Unterrichtsideen. Zudem sind zu diesen Treffen immer sehr kompetente Referenten vielseitiger Richtungen eingeladen, die oftmals neue Impulse für unsere Unterrichtsentwicklung geben können.

An was erinnern Sie sich in Ihrem eigenen Mathematikunterricht als Schüler, wie war Ihr Verhältnis zum Mathematikunterricht?

Ich kann mich an sehr gute Mathematikstunden erinnern, von denen ich noch heute viele in Erinnerung habe: So haben wir in der Oberstufe bereits sehr propädeutisch zahlreiche Beweise durchgeführt und eingeübt und somit die Mathematik der Mittelstufe auf eine andere Ebene gehoben. Die Mittelstufe bleibt mir durch zahlreiche Modellierungs- und Anwendungsaufgaben in Erinnerung. Später im Referendariat hatte ich meinen alten Fachlehrer als Fachleiter und lernte die einstigen Aufgabenstellungen dann aus der anderen Perspektive kennen.

Wie geht es für Sie weiter, was sind die nächsten Schritte?

Besonders in unsere Mathe.Forscher-Nacht, in die Purrmann-Aufgabenhefte und in das Projekt „Mathematik im Ü-Ei“ haben wir viel Arbeit und Zeit investiert. Wir möchten diese Projekte innerhalb unserer Schulgemeinschaft über mehrere Jahre etablieren, stetig verbessern und auch weitere Kollegen für die Mitarbeit hierfür motivieren. Außerdem freuen wir uns auf weitere Netzwerktreffen und zahlreiche Ideen für neue Mathe.Forscher-Unterrichtseinheiten. So konzentrieren wir uns derzeit z.B. innerhalb der 6. Jahrgangsstufe auf die Frage nach der Bedeutung von Winkeln im Alltag.