Betreut als Prozessbegleiter insgesamt sechs Schulen in Baden-Württemberg. Seit 2012 bei Mathe.Forscher dabei.

Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit beim Programm Mathe.Forscher?

Am meisten Spaß macht mir zum einen zu sehen, mit welcher Freude die Schülerinnen und Schüler in offenen Situation etwas erkunden,  in denen sie gar nicht gleich erkennen, dass es Mathematik ist und zum anderen, mit welcher Freude sie  in Gruppen lernen, fröhlich kommunizieren und tatsächlich auf diese Art und Weise Mathematik auf eine ganz andere Art erleben. Auf der Ebene der Lehrer gefällt mir sehr, wie in Netzwerktreffen die Lehrerinnen und Lehrer der verschiedenen Schulen sich aneinander freuen und wie gerne sie sich austauschen.

Was war ihr größtes Aha-Erlebnis?

Die größten Aha-Erlebnisse bescherten mir die Fortbildungen von Martin Kramer. Er versteht es auf geniale Art und Weise, lebendig und sozial emphatisch mit gymnasialen mathematischen Inhalten neue Erfahrungen zu ermöglichen. Wir Teilnehmer konnten die Lernsequenzen körperlich bewegt  und inhaltlich gehaltvoll erleben. Auch noch Monate später kann ich mich an fast alles genau erinnern.

Was möchten Sie anderen Lehrkräften mitgeben, die forschendes Lernen ausprobieren möchten?

Mut! Den Mut  etwas Neues auszuprobieren, ohne zu wissen, was am Ende herauskommt. Natürlich braucht es Planung, Erfahrung und Wissen über die Schülerinnen und Schüler. Aber damit ausgestattet, sollte man einfach mal etwas Neues beginnen und dann schauen, was Schülerinnen und Schüler und Lehrer auf dem Weg lernen – und nicht immer von vornherein ein gewünschtes Ergebnis im Auge haben.

Wie geht es für Sie weiter, was sind die nächsten Schritte?

Es stellen sich für mich immer wieder die Fragen: Wo stehen die einzelnen Schulen gerade, was ist mit ihnen zu besprechen, welche Unterstützung brauchen sie und auch welche weiterführenden Impulse sind notwendig? Darüber hinaus finde ich es interessant, ob es eine Fortsetzung des Programms gibt.

An was erinnern Sie sich in Ihrem eigenen Mathematikunterricht als Schüler, wie war Ihr Verhältnis zum Mathematikunterricht?

Mich interessierte Mathematik immer und ich war auch ein guter Schüler in diesem Fach. Ich beobachtete schon als 14- oder  15-Jähriger kritisch, wie manche Lehrer mit Schülern umgingen, die nicht so gut in Mathematik waren. Ich glaube, da ist schon früh- später durch das Studium der Sonderpädagogik verstärkt – ein Interesse entstanden, die Schülerinnen und Schüler zu unterstützten, die es in Mathematik nicht so leicht haben.