Mathe-Kunst-Tag der Heinrich-Hertz-Schule, Hamburg, am 14.02.11
Ein ganzer Tag voll mit Mathematik? Das klingt für viele Schülerinnen und Schüler erst einmal anstrengend. Doch das Gegenteil war für die siebten Klassen der Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg der Fall: Beim Mathe-Kunst Tag konnten sie ihre Kenntnisse über geometrische Grundformen und Primarzahlen ganz praktisch und ohne Taschenrechner anwenden.
Hamburg, 15.02.11 — Ziemlich lebhaft ging es an einer der größten Schulen Hamburgs an ihrem Mathe-Kunst Tag zu. Im Rahmen des Programms Mathe.Forscher beschäftigten sich 15 Lehrkräfte und über 200 Schüler und Schülerinnen mit den Schnittmengen von Kunst und Mathe. Sie begaben sich dafür auf die Spur der konkreten Kunst. Werke wie die der Schweizer Künstler Max Bill oder Richard Paul Lohse mussten zunächst in ihre mathematischen Einzelteile zerlegt werden. Im zweiten Schritt war dann Kreativität gefragt, um eigene Kunstwerke zu gestalten.
Mit der konkreten Kunst nahmen die jungen Matheforscher sich Bilder vor, die von Künstlern auf der Basis geometrisch-mathematischer Grundlagen konzipiert wurden. Um die Regeln zu abstrahieren, die hinter den Formen und Farben in den Bildern stecken, war logisches Denken gefragt. Unter Anleitung von Lehrkräften der Fächer Kunst und Mathe stellten sich die Schülerinnen und Schüler in 3er- bis 4er-Gruppen dieser Aufgabe. Ging es an einem Punkt nicht weiter, fanden sie auf Tipp-Karten hilfreiche Fragen: Aus welchen geometrischen Formen besteht das Bild? Wie häufig taucht jede Farbe auf? Welche Spiegelachsen findest Du? Mit diesen Anregungen konnten die Schüler bald mit ihren eigenen Werken starten. Dafür hatte die Lehrer jede Menge Material bereitgestellt: Neben Pappe, Leinwänden, Acrylfarben war auch alles gefragt, was die Schüler und Schülerinnen im nahe gelegenen Stadtpark finden konnten. So wurde gebaut, gemalt und geklebt – auch dreidimensionale Neuinterpretationen waren erlaubt.
Mathematiklehrerin Tanja Neuschmidt ist von dem Projekt begeistert: „Die Schüler kommen mit Bereichen der Kunst in Berührung, die sie vorher nicht kannten. Bei den Überlegungen zu den mathematischen Prinzipien haben sie meine Erwartungen sogar übertroffen. Und auf der anderen Seite haben wir im Kollegium die Basis für einen fruchtbaren Austausch zwischen Mathe und Kunst gelegt. Was gefehlt hat, war, wie so oft, vor allen Dingen mehr Zeit.“ Die Bilder und Installationen werden in den nächsten Wochen im Kunstunterricht beendet und die Ergebnisse in einer Ausstellung präsentiert. Der Mathe-Kunst-Tag war ein gelungener Startschuss für eine Reihe geplanter Mathe.Forscher-Projekte an der Gesamtschule.
Mathe.Forscher ist ein gemeinsames Programm der Stiftung Rechnen und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch die PwC-Stiftung.
Weitere Informationen unter www.matheforscher.de
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Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in unserem Land gut aufwachsen können. Sie ermutigt junge Leute, ihr Leben couragiert in eigene Hände zu nehmen. Um ihnen dabei zur Seite zu stehen, bedarf es vieler und engagierter Mitstreiter. Deshalb bindet die DKJS Eltern, erwachsene Begleiter und Institutionen in ihre Programme ein und stößt Reformprozesse an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf, in der Familien- oder lokalen Jugendpolitik.
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PwC-Stiftung fördert gemeinsames Programm der Stiftung Rechnen und der Deutschen Kinder-und Jugendstiftung
Hamburg, 29. Juli 2010. Als „Mathe.Forscher“ entdecken Schülerinnen und Schüler unter anderem, wie Töne und Musik entstehen oder E-Mails verschlüsselt werden. Im gleichnamigen gemeinsamen Programm der Stiftung Rechnen und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) erkunden sie Mathematik als Kultur- und Alltagsphänomen. Klassen aus neun Schulen in Hamburg, Bremen und Hannover entwickeln über den Zeitraum von zwei Schuljahren interdisziplinäre Praxisprojekte. In dem von der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur mit 300.000 Euro geförderten Programm werden, ausgehend von den Fragen der Schülerinnen und Schüler, Alltagsphänomene mit mathematischem Bezug erforscht. Ziel ist es, die Begeisterung für mathematische Phänomene in der Lebenswelt der Schüler zu wecken und zu vertiefen.
„Für viele Kinder ist Mathematik ein ungeliebtes Schulfach. Dabei steckt Mathematik in allen Winkeln ihres Lebens - im Lieblingssong, im Sport, in ihrer Musik, im Internet.“, meint Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, und fügt hinzu: „Mathematik bedeutet selbstständiges Denken, Zusammenhänge sehen, eigene Ideen und Lösungswege entwickeln. Das sind entscheidende Schlüsselkompetenzen in unserer Wissensgesellschaft. Umso wichtiger ist es, dass Schulen gemeinsam nach neuen Wegen suchen, damit Kinder erkennen: Mathematische Phänomene sind spannend und lassen sich zähmen.“ „Das Programm Mathe.Forscher greift die erfolgreiche Idee unseres Projekts "Kultur.Forscher!" auf und entwickelt diese konsequent weiter“, so Gero Martens, Partner bei PricewaterhouseCoopers in Hamburg und Pate des Projekts.
„Als Mathe.Forscher entdecken die Schülerinnen und Schüler, über den Schulalltag hinaus, Mathematik in ihrer Lebenswelt – beispielsweise interdisziplinär mit Bezug auf Kunst. Wir freuen uns sehr darüber, dass die PwC-Stiftung forschendes Lernen in der Mathematik großzügig fördert.“, erläutert Johannes Friedemann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Rechnen.
Für das Programm hatten sich über 40 Schulen aus Hamburg, Hannover und Bremen beworben. Die Entscheidung ist gefallen: Aus Hamburg nehmen die Heinrich-Hertz-Schule, das Kurt-Körber-Gymnasium und die Schule Linde-Weg teil. Aus Bremen forschen die Gesamtschule Mitte, die Grundschule an der Gete sowie die Oberschule an der Schaumburger Straße mit und in Hannover die Albert-Liebermann-Schule, die IGS Linden sowie das Gymnasium Schillerschule.
Ab dem Spätsommer wird es eine Projektwebsite geben, auf der sich die Schulen mit ihren eigenen Forschungsergebnissen darstellen und mit den anderen an Mathe.Forscher beteiligten Schulen austauschen und vernetzen können.
Die Projekte an den Schulen werden durch externe Partner sowie eine professionelle Prozessbegleitung unterstützt. Fortbildungsangebote für die beteiligten Lehrer runden das Förderpaket ab. Der interdisziplinäre Ansatz des Programms kommt ebenso in der Beteiligung der Lehrer zum Ausdruck: mit einem Mathematiker arbeitet in jedem Projekt ein Geisteswissenschaftler, Kunst- oder Musiklehrer zusammen. Zusätzliche Impulse bringen angehende Mathelehrer von der Universität Bremen ein.


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