Am 8. Dezember haben sich Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiter, wissenschaftliche Begleiter, Prozessbegleiter, weitere Gäste und die Mathe.Forscher-Programmleitung in Heidelberg getroffen. Anlass war die Auftaktveranstaltung für die zweite Phase des Programms Mathe.Forscher Rhein-Neckar. Die rund 70 Teilnehmer erlebten einen abwechslungsreichen Tag: Am Vormittag wurden die überarbeiteten Mathe.Forscher-Dimensionen durch Prof. Dr. Matthias Ludwig, Goethe-Universität Frankfurt, vorgestellt. Anschließend konnten die Teilnehmer aus einem Angebot von drei Workshops wählen.
Im ersten Workshop mit dem Titel „Über Origami zu Mathe.Forscher-Fragen“ falteten die Teilnehmer mit Prof. Dr. Michael Kleine, Universität Bielefeld, Kraniche und kleine Boxen und untersuchten sie auf rechte Winkel und Quadrate oder Symmetrieachsen. In der Gruppe wurden die abgeleiteten mathematischen „Origami-Aufgaben“ diskutiert und neue Perspektiven erarbeitet.
Workshop Nr. 2 „Mathe.Forscher an außerschulischen Lernorten“ wurde von Astrid Merkel, Lehrerin am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium, und Matthias Heidenreich, Prozessbegleiter im Verbund Rheinland-Pfalz, geleitet. Astrid Merkel stellte ihr Projekt „Mathematik im Zoo“ vor, in dem u.a. folgende Forscherfragen gestellt wurden: Wie groß ist das Volumen des Elefantenhauses? Welche Strecke muss man zurücklegen, um alle Tiere zu sehen? Sind die Gehege proportional zur Tiergröße? Matthias Heidenreich generierte mit den Teilnehmern weitere konkrete Ideen für Mathe.Forscher-Projekte an außerschulischen Lernorten, wie z.B. einem Schwimmbad.
Im dritten Workshop „Mathe.Forscher-Unterricht rund um´s Ei“ präsentierte Ralf Schmitt, Lehrer am Hans-Purrmann-Gymnasium, sein Projekt zu Überraschungseiern. Dabei wurde er wissenschaftlich von Prof. Dr. Ludwig unterstützt, der mit der Gruppe nach weiteren Forscherfragen suchte und aufdeckte, wie viel Mathematik in einem Frühstücksei steckt: Volumen- und Oberflächenberechnung, Teilungsproblematik, Ei-Kugelgeometrie, etc.

Am Nachmittag wurden drei weitere Workshops angeboten, auf die sich die Teilnehmer verteilten. Wie die „Lernbegleitung im Mathe.Forscher-Programm“ verbessert werden kann, stellte Seminar- und Coachingbegleiter Lutz Jaenicke vor. In seinem Workshop ging es u.a. um den Lehrer als Lernbegleiter und um unterschiedliche Denk-, Wahrnehmungs- und Lernpräferenzen.
Im zweiten Workshop berichtete OStD Dr. Peter Zimmermann, Schulleiter am Gymnasium am Kaiserdom, über „Mathe.Forscher aus der Sicht eines Schulleiters“. Die Teilnehmer diskutierten u.a. darüber, wie man Lehrer entlasten kann und wie Mathe.Forscher eine Schule als Ganzes beeinflusst.
Prof. Dr. Christiane Benz erläuterte im dritten Workshop „Mathematik erforschen von Anfang an“, wie Kinder im Elementarbereich forschen und welche prozessbezogenen Kompetenzen dabei aktiviert werden. In der Diskussion wurden Anknüpfungspunkte für Sekundar- und Primarbereich beim Erforschen von Mathematik thematisiert.

Nach den Workshops gab Programmleiterin Claudia Abjörnson noch ein Update aus dem Programm. Die neue Website und neue Materialien wurden vorgestellt. Anschließend ließen die Teilnehmer im Austausch untereinander und mit den Programmverantwortlichen den Tag ausklingen.