Seit Oktober 2013 gibt es mit dem Privatgymnasium St. Leon-Rot eine weitere Mathe.Forscher-Schule in Baden-Württemberg. Dort erkunden Schülerinnen und Schüler in einer Mathe.Forscher-AG Mathematik auf neuen, kreativen Wegen.

Für die Mathe.Forscher am Privatgymnasium St. Leon-Rot ist der Startschuss gefallen. In einem stufenübergreifenden Projekt konzipierten Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs eine Mathe-Rallye für die Klassen 5 bis 7. „Wir wollten Mathematik außerhalb der gewohnten Situation im Klassenzimmer erlebbar machen und Schülern damit zeigen, dass Mathematik lebendig ist“, erklärt Mathematiklehrer Daniel Jungblut. Durch unterschiedliche Aufgaben an den Mathe-Stationen der Rallye konnten die jüngeren Schülerinnen und Schüler ein Lösungswort herausfinden. Mathematik mit Spaß zu entdecken stand dabei im Vordergrund: Die Abiturienten hatten sich vom Gleichungsroulette über ein Multiplikations-Memory bis hin zum Basteln von geometrischen Körpern abwechslungsreiche Aufgaben ausgedacht. Geforscht wurde in Teams, so konnten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam nach kreativen Lösungen suchen. Dem Thema Symmetrien näherten sie sich mit Pinsel und Farbe und verdeutlichten farbenfroh wie Symmetrien entstehen und aussehen können. Fächerübergreifende Kooperationen ergeben sich bei diesem Mathematikunterricht fast schon von alleine – die Kunstkollegen unterstützten das Mathe.Forscher-Team mit Begeisterung.

An jeder Station wurden die Teilnehmer von den Zwölftklässlern beim Lösen unterstützt. „Wir haben viel Zeit investiert, um die Rallye zu gestalten, denn die Aufgaben wurden für jede Klassenstufe passend zum Stoff des Schuljahres entworfen“, erläutern die Abiturienten. Dass sich die Mühe gelohnt hatte, zeigte sich an der Begeisterung der Teilnehmer: „Das macht richtig viel Spaß!“, stellten die Schüler erfreut fest. Daher ließen sie sich auch nicht von einem stockenden Forscherprozess entmutigen, sondern blieben positiv: „Manche Aufgaben sind ziemlich schwierig, aber man bekommt immer Hilfestellung, wenn man mal nicht weiterkommt“.

Geforscht wurde bei der Rallye in allen Jahrgangsstufen. Die Abiturienten beschäftigten Forscherfragen wie „Was könnten für Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5, 6 und 7 wichtige mathematische Lerninhalte sein? Und wie kann das motivierend, spielerisch, mit offenen oder engeren Fragestellungen gestaltet sein?“ Für die Fünft-, Sechst- und Siebtklässler gab es auf der anderen Seite viele Stationen, die ganz unterschiedliche Fragen aufwarfen. Kann man Pizzastücke in Prozent umrechnen? Und vielleicht auch in Euro? Zur Belohnung gab es dann zwar keine Pizza, aber Süßigkeiten trafen auch den Geschmack der Teilnehmer.

Die Mathe-Rallye verdeutlicht, dass Mathematik nicht nur ein Schulfach ist, sondern auch in alltäglichen Dingen steckt. „Das Projekt war für uns ein voller Erfolg. Zum einen konnten die Schüler der Kursstufe dabei die Position des Lehrenden kennenlernen, zum anderen konnten die jüngeren Klassen Mathematik zum Anfassen erleben“, zeigt sich Daniel Jungblut zufrieden.